Wettbewerb „WIEN-MITTE“
Architekturbüro Prof. Klaus Kada

Mitarbeiter:

Heribert Altenbacher,
Martin Brischnik,
Peter Eppich,
Franziska Euterneck,
Katja Parger,
Kilian Kada,
Claudia Schmidt,
Peter Szammer,
James Wong

Die räumliche Nähe des Bauplatzes zum Kulturkarree (MAK, Universität für Angewandte Kunst) und zum Hilton-Hotel wird für das Projekt Wien Mitte aufgegriffen, um zukünftig drei verschiedene Attraktoren miteinander zu verknüpfen. Dabei entsteht ein Dreieck aus Kultur, Business und Exchange.

Sequenz von Plätzen:

Die Verbindung Stephansplatz- Wollzeile und die vermeintlich klare Anbindung
der Wollzeile an die Landstrasser-Hauptstrasse bricht im Moment auf Höhe des
Karl Lueger Platzes ab. Die stark befahrenen Hauptstrassen Stubenring und Vordere Zollamtsstrasse bilden eine städtische Barriere, die es zu überwinden gilt.

Wir schlagen vor, den Wienfluß zu überplatten (s.a.Otto Wagner, 1910) und den entstehenden Platz mit dem Wettbewerbsgrundstück über eine Brücke zu verbinden, um eine Sequenz aus öffentlichen Stadtplätzen zu bilden.

Die Sequenz Karl Lueger Platz- „Wien Fluss- Square“ - Fußgängerzone Landstrasse
und „Bahnhofsplatz“ rückt die Landstrasse stadträumlich näher an die Wollzeile heran.

Es entsteht eine direkte Verbindung vom Garten des MAK über die Skulptur von Peter Noever und der Wienflussüberplattung bis hin zu Wien Mitte.

Die beschriebene Idee der „Sequenz von Plätzen“ findet ihre Fortsetzung auf dem Wettbewerbsgrundstück:
Die Fußgängerzone Landstrasse wird in das Grundstück hinein erweitert und in zwei Zonen für Bahnhof und öffentlichen Markt geteilt. Ein inszenierter Aufgang führt den Besucher von dort auf das Dach des Urban Entertainment Centers. Diese Dachfläche bildet eine großzügige Aussichtsplattform auf Höhe der Dachfirste der umgebenden Gebäude. Sie bietet als multifunktionale Ebene Aussicht über die ganze Stadt.


Stadtplatz Wien Mitte:

Intention ist es, die gesamte Grundstücksfläche auf Stadtniveau mit stadteigenen Funktionen zu versehen. Der Umsteigebahnhof funktioniert als Tor zur Stadt.
Die großzügige Marktfläche im Erdgeschoss wird der Historie des Ortes ( Wien Mitte als Marktplatz) gerecht. Die Koppelung des Umsteigebahnhofes mit der Zone des Marktes ergibt eine neuartige Typologie des Umsteigebahnhofes als Bereicherung für die Stadtebene.

UEC:

Das Urban Entertainment Center mit seinen zusätzlichen Funktionen wie Kongress- und Präsentationsräumen, Showrooms, MAK Galerie, Wellness und Fitnesscenter, Künstlerateliers, Anchor Store und Hochgarage liegt wie in einem Sandwich zwischen der Stadtfläche (Bahnhof und Markt) und nutzbaren Dachfläche. Mit dem inszenierten Rolltreppenaufgang funktioniert das UEC als transistorischer Raum.

Büros und Hotel:

Die drei Bürogebäude und der Hotelturm markieren das Business Karree Wien Mitte.
Sie bilden vier eigenständige Adressen an prominenten Stellen. Beide Bürotürme im Süden des Grundstücks markieren gemeinsam mit dem Hilton Komplex das Stadttor zur Landstrasse. Im Norden bilden der Büroriegel, das Businesshotel und der Wiener City Tower mit der Europay-Zentrale ein städtisches Ensemble. Die schlanken Footprints der Gebäude ermöglichen eine maximale Ausdehnung der Bahnhofs- und Marktzone im Erdgeschoss. Stadträumlich gesehen bieten die vier weit auseinanderstehenden Türme von jedem Standpunkt aus hohe Durchlässigkeit und definieren eine zeichenhafte Skyline.