LKH HARTBERG

Nettonutzfläche: 11.300 m2

Nettofläche: 18.400 m2:

Bruttorauminhalt: 88.200 m3
Bruttorauminhalt: 93.100 m3
Gesamtbaukosten: ca. ÖS 765 Mio
Beginn Gründungsarbeiten: September 1996
Beginn Hochbauarbeiten: 17.Februar 1997
Fertigstellung: Juli 1999
Eröffnung: 23.August 1999

Abteilung für Chirurgie
Abteilung für Innere Medizin
Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Institut für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Institut für Computertomografie

5 Operationsräume (davon ein Notfall-OP, ein Sectio-OP)
Chirurgische Ambulanz
Medizinische Ambulanz
Röntgenambulanz
Frauenambulanz

Physiotherapie
Labor
Apotheke
Cook and Chill-Küche

Einbettzimmer: 3, 3 Betten
Zweibettzimmer: 24, 48 Betten
Vierbettzimmer: 37, 148 Betten
Gesamtbettenanzahl 199 Betten

Perioperative Intensivbetten 4, Betten
Medizinische Intensivbetten 4 Betten

Team:

Michael Gattermeyer (Projektleiter)
Heribert Altenbacher, Robert Clerici, Josef Ebner, Alexander Forsthofer,
Ellen Kianek, Rosi Kueng-Freiberger, Eduard Matitz,
Martin Pallier-Rosenberg, Peter Rous, Ronald Schatz, Andrea Schmidt,
Claudia Schmidt, Hubert Schuller, Herbert Schwarzmann,
Peter Szammer, Egon Waage

Das neue Krankenhaus ist als lokaler Eingang und als Abschluß der örtlichen Baustruktur gedacht. Es soll darüberhinaus im Verhältnis zu den großen bestehenden Solitärbauten in der Nachbarschaft einen neuen Akzent darstellen.


Durch die Lage des Bauwerkes wird das Grundstück in verschiedene Bereiche geteilt, und zwar in einen Vorbereich zur Stadt, einen Eingangsbereich, der sich zur Ebene nach Osten hin öffnet, und einen ruhigen Parkbereich.

In der Mitte der Anlage, wo sich die großen Baumassen treffen, löst sich der komplexe Knoten in ein transparentes Raumgefüge auf.


Kada konzipierte eine dichte und kompakte Anlage, die vom Zentrum aus überschaubar und mit kurzen Wegen zu den einzelnen Bereichen ausgestattet ist. Die zentral angelegte Halle und der angrenzende Warteteil sind großzügig natürlich belichtet und die umgebende Landschaft von hier aus überschaubar.
Maßgebliche Faktoren für die Pflegetrakte und deren Krankenzimmer sind ihre Lage hinsichtlich Besonnung, Aussicht und Ruhe. Die Größe der Anlage soll für die Patienten wenig spürbar werden.


In den Bereichen Südosttrakt und Funktionstrakt im Norden ist eine Erweiterung des Baukörpers in horizontaler Richtung möglich.
Neben den städtebaulichen Kriterien bestimmen sowohl die Erschließung des Areals von außen sowie eine gute funktionelle innere Erschließung, Lage und Form des Gebäudes.
Die Entscheidung, den Funktionstrakt im Norden zu situieren, ergibt logisch die Verwendung einer bereits bestehenden Einfahrt. Diese Einfahrt erschließt über getrennte Zufahrten gleichzeitig den im Gelände versenkten Wirtschaftshof, die Notfallaufnahme und die Küchenanlieferung.
Der im Südosten - auf einem gesonderten Areal gelegene, relativ weit entfernte Parkplatz - wird durch eine über die Straße führende Fußgängerbrücke mit dem Haupteingang verbunden. Fußgänger und Taxis (gehbehinderte Patienten) erreichen den Haupteingang über eine Zufahrt bzw. einen Zugang von der Hartberger Straße aus.


Das höher gelegene Eingangsniveau (auf Brückenebene) wird von hier aus mittels Rampe, behindertengerechtem Lift und Freitreppe zugänglich gemacht.
Über die Halle erreichen die Besucher alle Geschosse und Bereiche, vor allem die im Erdgeschoß liegende Ambulanz, und über die im Norden gelegene Notfall-Aufnahme gelangt man direkt in die Chirurgische Ambulanz, die Röntgendiagnostik und die weiteren Ambulanzen.
Ein zentraler Notfallift versorgt den Funktionstrakt im 1. OG und alle übrigen Bettentrakte. Vier weitere Funktionslifte und ein zentral in der Halle plazierter Besucherlift ergänzen die vertikale Versorgung.

Otto Kapfinger