STADTHALLE GRAZ

Bauherr:

MAGISTRAT GRAZ, HOCHBAUAMT

Adresse des Projektes: Messeplatz 1, 8010 Graz
Realisierung:2000-2002
Kosten: 46 Mio €

Nutzfläche: 28.000m²
Umbauter Raum: 245.800m³ (brutto)

Halle: 6.500 m², Raumhöhe 14,00m ansteigend auf 17,30m
Plenarsaal: 650 m², mittig teilbar mittels Faltschiebewand
Tagungssäle: 5 Säle, Raumgrößen ca. 1x250m², 3x110m², 1x55m²
Foyers: Nord: 1100m², Raumhöhe ca. 5,70 bis 6,70m
Mitte: 1160m², Raumhöhe bis Tragwerksuntersicht ca. 15m
Süd: 890m², Raumhöhe ca. 6,40 bis 7,30m


Generalplanung, Architekt:


Univ.Prof.Arch.DI Klaus Kada, Graz
Ing. Heribert Altenbacher (Konsulent)


Team:


Michael Gattermeyer (Projektleitung),

Michael Dejori (Projektleitung Stellvertreter), Ronald Schatz (TGO),
Martin Brischnik, Robert Clerici, Josef Ebner, Martin Egger, Peter Eppich,
Katharina Hengel, Irmgard Kolle, Martin Konrad, Eduard Matitz,

Martin Pallier-Rosenberger, Claudia Schmidt, Peter Szammer,
Hubert Schuller (Modell)



Ein riesiges Dach auf vier Stützen


An der fast drei Kilometer langen Nord-Süd-Achse vom Zentrum von Graz bis
zum Autozubringer Ost in Höhe des Grazer Fußballstadions liegt in der
Mitte der Strecke das Messegelände.
Für die Entwicklung eines „Subzentrums“ ist dies in der unmittelbaren Peripherie
des Stadtzentrum ein idealer Standort. Eine gute Verkehrserschließung und die
mögliche Verfügbarkeit großer zusammenhängender Grundstücksflächen sind eine
optimale Voraussetzung dafür, ebenso die in unmittelbarer Nähe vorbeiführende
Ostbahn und der Ostbahnhof.
Ein architektonisches Zeichen, ein Attractor an dieser Stelle kann als erster
Impuls diese wichtige Stadtentwicklung fördern und vorantreiben.
Die Stadthalle Graz intoniert die neue Mitte durch ein mächtiges Dach, das weit
(46m) in den Straßenraum reicht und somit eine große überdeckte Fläche öffentlichen Raumes schafft, der vergleichbar der historischen Stadtloggia, als
Versammlungsort bedeutender Ereignisse funktioniert.

Vier mächtige Stützen tragen das 150m lange und 70m breite Dach und schaffen
Raum für 11.000 Besucher in der Halle selbst und für andere Aktivitäten an der
Straßenseite und an der Messeseite. Die Idee der freien überdeckten Fläche und
des fließenden Raumes wird durch bewegliche Wände und Tore mit 18m Höhe
über die gesamte Rückseite der Halle unterstützt, sodass sich die Halle zum grünen
Parkraum im östlichen Bereich völlig öffnen lässt und so Außen- und Innenraum
zu einer bespielbaren Einheit werden lässt.
Das transparente Eingangsfoyer zur Conrad von Hötzendorfstraße verbindet
optisch den Straßen mit dem Hallenbereich und bildet gemeinsam mit den
Seitenfoyers im Norden und im Süden die Erschließungs- und Aufenthaltszonen.
Vom Eingangsfoyer wird auch der im 1. Obergeschoss befindliche Tagungsbereich,
mit den dafür notwendigen Einrichtungen erschlossen. Fast schwebend, mittels
Brücken verbunden und großzügig mit natürlicher Belichtung ausgestattet,
erstreckt sich der Tagungsbereich im Norden der Anlage. Er ist transparent und
immer im Bezug zum Geschehen in der Halle, zur Stadt und dem Messegelände.
Nach außen definiert sich dieser Bauteil einerseits durch den mächtigen Plenarsaal
unter dem Dach an der Eingangsseite und andererseits durch die Signifikanz
des Turmes als vertikales Element der Gesamtanlage.
Der Turm beherbergt in den ersten vier Geschossen Büros für veranstaltungsnahe
Institutionen.
Die Stadthalle kann durch ihr großzügiges Flächenangebot ein multifunktionales
Veranstaltungsangebot bedienen, von Sport über große Events, Tagungen und
Kongressen zu großen TV-Übertragungen.
In nur eineinhalb Jahren Bauzeit ist es Klaus Kada als Planer und Generalplaner
und seinem Grazer Team gelungen, diese signifikante Stadthalle für Graz zu
errichten.