FESTSPIELHAUS ST. PÖLTEN

Bauherr: NÖ HYPO LEASING - DECUS
Grundstückvermietungsges.m.b.H.
3101 St.Pölten, Schießstattring 31-33

Adresse des Projektes: Kulturbezirk, 3100 St.Pölten

Realisierung: 1994-1997
Kosten: 32,7 Mio €

Nutzfläche: 12.500 m² + 1.680 m² Bühnentechnik
Umbauter Raum: 91.600 m³ (brutto)

Großer Saal: 1.034 Sitzplätze, 30 Stehplätze
Haydn-Saal: 230 Sitzplätze für Kammermusik, 217 m²
Schönbergsaal: Probebühne, Konzert- od. Vortragssaal, 155 m²
„Sternen“-Saal: für Ballettproben, Lesungen, kl. Empfänge, 155 m²


Team:


DI Ursula Märzendorfer, DI Erwin Matzer, DI Peter Rous, DI Willi Nakolnig, Ing. Heribert Altenbacher, DI Peter Szammer, DI Alexander Forsthofer, DI Wolfgang Wimmer, DI Frank Moritz, DI Robert Clerici, DI Ronald Schatz, DI Herbert Schwarzmann, DI Elisabeth Kopeinig, Claudia Schmidt, DI Michael Gattermeyer, DI Ellen Kianek, DI Roswitha Küng-Freiberger, DI Hubert Schuller.


Fotografen:


Angelo Kaunat

Gisela Erlacher

Dietmar Steiner

Das Festspielhaus liegt an der Verbindung der Stadt zum Landhausviertel und bildet das Entree zum Kulturbezirk.
Das Objekt definiert gemeinsam mit der Landesbibliothek, dem Landesarchiv und dem Museum eine städtebauliches Ensemble.
Bestimmt durch die Größenordnung des Bauplatzes, ergibt sich eine Ost-West gerichtete Achse mit dem Bühnenturm zur Stadt hin und dem Saal in Richtung Osten. Das Große Volumen des geforderten Raumprogrammes wurde durch einen transparenten Foyerbereich gemildert, der im Norden, Osten und Westen den Saal außen umschließt.
Durch diese Transparenz und gesteigert durch die Belichtung der Außenhaut von oben, reduziert sich der Baukörper fast auf die Volumetrie des Saales selbst und erscheint dadurch weniger mächtig.

Die differenzierten Flächen und Galerien des über drei Geschosse gehenden Foyers, welches sich zum Landhaus und zur Stadt hin öffnet und die unmittelbar und überall präsente gekrümmte Schale des Saales, ergeben ein interessantes Raumerlebnis im Wechsel von innen und außen.
Ausgestattet mit einem Bühnenbereich mit zwei Seiten- und einer Hinterbühne ist der Saal neben seiner Hauptfunktion als Konzertsaal auch funktionstüchtig für Sprechtheater, Oper, Musical, Ballett und Festaufführungen. Alle Nebenfunktionen für den Saal und die Bereiche Probebühne, Ballettsaal, kleiner Konzertsaal und Tagungsteil umschließen den Komplex in nord-süd-westlichen Teil der Stadt zugewandten Seite.
Die Räume sind so angelegt, daß neben einem reibungslosen Betrieb einer Aufführung parallel dazu und räumlich ungestört, ein Probebetrieb und andere Aktionen stattfinden können.
Die Erschließung des Gebäudes erfolgt über eine VIP-und Taxizufahrt an der Nordseite und über eine Einfahrt in die Tiefgarage von der ein direkter Zugang ins Foyer führt.