IL NUOVO PALAZZO del CINEMA

Lido, Venedig


Auslober: La Biennale di Venezia

Wettbewerb 2005, 3. Rang

Gebäudevolumen: 140.000m³ über Grund

Gesamtkosten: 75 Mio. €

Team Graz:

Kilian Kada, Roger Christ, Heribert Altenbacher
Claudia Schmidt, Barbara Hatzenbichler
Hubert Schuller (Modell)
Christoph Opperer (Renderings)
Konsulenten:
Johann Birner (Statik)
Fa. Vatter (Akustik)

Team Venedig:

Alessandro Massarente
Alessio Pipinato, Roberto Moscardi, Vito Saccarola
Walter Gobbetto, Fausto Frezza, Celio Fullin
Donatella Basutta, Gianni Massarente,Roberto Campaci
Eugenia Miola, Devid Grego
Konsulenten:
Giovanni Campeol, Sandra Carollo (Städtebau)
Diego Sartorello (Sicherheit)
Sante Mazzacane (Akustik)
Andrea Casarin (Landschaftsplanung)
Daniela Moderini (Landschaftsplanung)


Ein wesentliches Kriterium des Konzeptes ist das Freistellen des Casinos als Solitär.

Der dadurch entstehende Umraum schließt und formt einen Teil des bestehendes Vorplatzes an der Via Lungo Marconi zu einer kleinräumigen Piazetta, die zum eigentlichen Vorplatz des Palazzo del Cinema wird.


Seine Maßstäblichkeit und Kleinteiligkeit erinnert an ein venezianisch anmutendes räumliches Element, gleichwohl er auch den Schnittpunkt der Achse vom Meer zur Lagune und die Achse Palazzo del Cinema Nuovo und dem Hotel Excelsior
definiert, wobei diese Verbindung zum Hotel durch eine exakte Parallelstellung zum neuen Palazzo del Cinema als gebaute städtebauliche Referenz gilt. Die Piazetta wirkt als Bühnenaußenraum und schließt gemeinsam mit dem bestehenden Vorplatz eine Art Freilichtbühne für viele Besucher.


Die größtmögliche angestrebte Beziehung zum Meer von möglichst allen Räumen bietet eine Art Rahmenstruktur, die als Filter zwischen Sala Grande und Meer den innenräumlichen Teil der Piazetta bildet, dessen Fassade, transparent und großzügig geöffnet, zu einer Art Bühnenraum wird.


Das Foyer als Höhepunkt und zentrales Element der Anlage, das über seine Vertikalität alle Wege sichtbar macht und wechselweise die Besucherströme während der Biennale exakt zu teilen und während Kongressen und Seminaren diese zu verknüpfen und zu verbinden mag. An der Grenze zwischen Foyer und Außenraum befindet sich eine bewegliche Brücke ,die zur Zeit der Biennale ausgefahren wird (20 m) und als Endpunkt und Podium auf dem Weg vom Hotel Excelsior zum Palazzo Cinema als Starpräsentation (red line) dient.


Der Filter oder die Rahmenstruktur beinhaltet alle Kinosäle und sonstige
Funktionen, die alle einen direkten Bezug zum Meer erhalten. Auch ergibt sich auf den Wegen ein ständig begleitendes Panoramaszenario zum offenen und weiten Raum der See.
Diese Rahmenstruktur wird von einem gelochten, lichtdurchlässigen Metallmaterial bekleidet, neben der pragmatischen Funktion als Sonnenschutz ist es eine Potenzierung der Filteridee und erinnert und erklärt durch eine dynamische horizontale Formgebung die Lage des Palazzo Cinema am Meer.
Außerdem bildet diese Hülle gemeinsam mit dem Sala Grande ein:einheitliches Gesamtvolumen, dass durch seine Oberflächengestaltung
die Massivität der Baukörper mildert und durchlässig erscheinen lässt.
Trotz des Volumen des Sala Grande konnte der größtmögliche Grünraum erhalten werden. Vor allem fast alle, als wertvoll bezeichnete Bäume im Parkgelände und alle bestehenden Alleen, wobei fehlende Bäume ersetzt werden. Die Parkfläche im Nordwesten des Sala Grandes erfüllt ihren Zweck als Grünraum für die vom Kanal ankommenden Besucher, sowie auch als erbauendes Element nach dem Besuch einer Vorstellung beim Verlassen des Sala Grandes.

Alle Besucher werden über die seitlich angeordneten und räumlich
interessant gestalteten Treppenanlagen in den Park geführt und können so die besondere Lage des Palazzo Cinema zwischen Meer und Lagune erleben.