URNENHAIN URFAHR

Bauherr:

Linz Service GmbH, Bestattung und Friedhöfe


Wettbewerb Auslobung: Februar 1999
Planungsbeginn: März 2000
Baubeginn: März 2002
Übergabe : November 2003

Grundstücksgröße: 25.370m²

Bebaute Fläche: 3.165m²
BGF: ca. 3.825 m2

BRI: ca. 22.400 m3
Bausumme: ca. € 10,40 Mio

Architekt:

Univ.Prof.Arch.DI Klaus Kada, Heribert Altenbacher (Konsulent)

Künstler: Ferdinand Penker
Wandgestaltung Aufbahrungshalle (Länge 35m)


Team:

Robert Clerici (Projektleitung),Ronald Schatz (TGO), Erwin Matzer †,

Michael Dejori, Josef Ebner, Peter Eppich, Gabriele Harb,
Martin Konrad, Eduard Matitz, Michaela Rützler, Peter Szammer, Herbert Schwarzmann, Hubert Schuller (Modell)


Fotograf:

Gerald Zugmann

Urnenhain Linz


Der Zugang führt durch ein Wäldchen über eine Brücke und wird vom Rhythmus der die Grabflächen säumenden Hecken begleitet. Nach der kontemplativen Bewegung in der Natur gelangt man zu einem Vorhof. Er wird von hohen, weißen Mauern umgrenzt und eröffnet die lineare Sequenz der Baukörper.
Den Eingang zum Narthex bildet eine zwei Meter breite Öffnung über die gesamte Bauhöhe. Durch die besondere Wechselwirkung von Raumhöhe und Licht aus der transluzenten Decke lädt dieser Ort zur Sammlung und Verinnerlichung ein. Über eine Zwischenzone, die auch als Windfang dienen kann, werden die Trauernden weiter in die flache Aufbahrungshalle und zu den Aufbahrungsräumen geführt. Die Halle öffnet sich zum Friedhof über eine Glasfront und bietet den Ausblick über die begrünten „Zimmer" für die Grabanlagen mit ihren hohen Hecken und den unendlich scheinenden, rasterförmigen Alleen. Der Verabschiedungsraum schließlich ist durch ein sehr intensives Oberlicht im vorderen Bereich charakterisiert.


Text: Otto Kapfinger